Berufliches Schulzentrum
Sulzbach-Rosenberg

Fachbereich Deutsch

„Sprache ist der Schlüssel zur Bildung“

(Lilian Fried, Pädagogikprofessorin)

Für einen erfolgreichen Übergang ins Berufsleben ist das Beherrschen der deutschen Sprache von entscheidender Bedeutung. Um die Sprachkompetenz der Schüler/-innen nachhaltig zu verbessern, müssen alle Lehrkräfte in allen Fächern die Sprache fördern. Deshalb wird in Zukunft das Unterrichtsprinzip Berufssprache Deutsch verbindlich umgesetzt:

Schreibwettbewerb an beruflichen Schulen der Oberpfalz

In diesem Schuljahr wurde zum neunten Mal der Schreibwettbewerb an beruflichen Schulen in der Oberpfalz durchgeführt. Das Thema lautete „Licht und Schatten der digitalen Welt“. Der Wettbewerb findet alle 2-3 Jahre statt.

 Die Schüler/-innen wurden aufgefordert, sich mit der Welt der digitalen Medien auseinanderzusetzen. Es hat sich gezeigt, dass die Jugend, die ständig vernetzt und online ist, sehr wohl in der Lage ist, kreative und auch kritische Texte zu gestalten und ihr Verhalten zu reflektieren.

 Von unserer Schule reichten eine Klasse aus dem Bereich Lagerlogistik und Schüler/-innen aus den BFS für Kinderpflege und Ernährung und Versorgung Werke eingereicht.

 Schulsiegerin wurde Bianca Spitzenberger, EV12, die ein digitales Märchen verfasste.

 Am 24. Mai fand am BSZ Cham die feierliche Abschlussveranstaltung statt.

Bianca Spitzenberger durfte ihr Werk vortragen und bekam neben einer Urkunde ein von dem Schriftsteller Toni Lauerer geschriebenes und handsigniertes Buch überreicht. Dieser war begeistert von ihrer kreativen Märchenidee.

Eine intensive Sprachförderung im beruflichen Kontext findet in allen Jahrgangsstufen statt.
Ziel ist es, neben der Vermittlung von Grundwissen im Fach Deutsch, den Fachunterricht sprachsensibel zu gestalten.

Dieses Unterrichtsprinzip wurde im neuen Lehrplan Deutsch fest verankert. 

Das Konzept des neuen Lehrplans Deutsch basiert auf einer durchgängigen und ganzheitlichen Sprachbildung, und zwar von der Berufsvorbereitung bis zum Berufsschulabschluss.

Im Mittelpunkt steht die Verzahnung von sprachlichen, fachlichen und überfachlichen Kompetenzen.

Neben der berufssprachlichen Ausrichtung beinhaltet der Lehrplan sechs Wahlpflichtmodule mit literarischen, medialen oder interkulturellen bzw. kulturellen Schwerpunkten.

Somit wird die Erlangung des Mittleren Schulabschlusses gewährleistet und die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler/-innen gefördert.


In der Berufsfachschule für Kinderpflege (eigener Lehrplan) gehört das Fach Deutsch und Kommunikation zum Kernbereich der Ausbildung. Neben der Schulung der eigenen Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler sollen diese selbst dazu befähigt werden, die ihnen anvertrauten Kinder sprachlich zu fördern.                                                          
 
Inhalte aus dem Lehrplan:

Grundwissen und spezielle Vertiefung
Interaktion, Kommunikation, Rhetorik, Präsentation, Verfassen von berufsbezogenen Texten, Informationsbeschaffung
Kinder- und Jugendliteratur, Kreatives Schreiben, Textarbeit, Stellung nehmen und Argumentieren, Berufliche Gesprächssituationen, Konfliktgespräch, Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräch

Sprachförderung nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan

Sprachniveaus

Bedeutung der Sprache für die Entwicklung des Kindes, Sprachförderliches Verhalten

„Literacy“-Erziehung, Leseförderung, Erzählen und Vorlesen
Zwei- und Mehrsprachigkeit

Nach der zweijährigen Ausbildung müssen die Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger im Fach Deutsch und Kommunikation eine schriftliche und eine mündliche Prüfung ablegen.

Schriftliche Prüfung: Textarbeit oder Erörterung
Mündliche Prüfung: Gruppengespräch im Rahmen einer beruflichen Handlungssituation