Während unseres zweiwöchigen Erasmus+-Aufenthalts in Dänemark sammelten wir schulische und praktische Erfahrungen in Esbjerg. Das Programm bestand aus einer Schul- und einer Praktikumswoche.
Unterkunft
Wir waren in der Unterkunft „Hermitage“ untergebracht, wo wir gut versorgt wurden. Es gab Gemeinschaftsräume für Freizeitaktivitäten wie Musik, Billard oder Fernsehen. Wir schliefen in Doppelzimmern.
Esbjerg
Esbjerg wurde 1868 mit etwa 400-500 Einwohnern gegründet und wuchs seitdem auf etwa 82 000. Die Stadt war früher von Fischerei geprägt, wurde aber in der zweiten Hälfte des 20sten Jahrhunderts ein wichtiger Standort für die Öl- und Gasindustrie. Heute ist der Hafen ein wichtiger Standort für Logistik und Offshore-Industrie. Aktuell findet ein Umschwung von der Öl- zur Windkraftindustrie statt.
Erste Woche – Schule
Wir lernten die dänischen Schüler durch Gruppenaktivitäten kennen. Danach präsentierten wir unsere Unternehmen und erstellten ein Video über den Alltag von Auszubildenden in Deutschland und Dänemark.
Die Schule bietet moderne Ausstattung wie ein Green-Tech-Center sowie verschiedene Werkstätten. Außerdem gibt es Sportanlagen, Aufenthaltsräume und einen Schulgarten.
Neben dem Unterricht besuchten wir unter anderem die Skulptur „Der Mensch am Meer“ und unternahmen Ausflüge, z. B. zu einem Wildfreigehege.
Zweite Woche – Praktikum
In der zweiten Woche machte jeder von uns ein Praktikum in unterschiedlichen Betrieben.
Tim und Ryan absolvierten ein Praktikum bei NorSea im Hafen von Esbjerg. Das Unternehmen versorgt Offshore-Plattformen mit Materialien.
Sie erhielten praktische Einblicke, durften in einem Kran sitzen, in einem Gabelstapler mitfahren und ein Schiff besichtigen. So konnten sie die Arbeitsabläufe besser verstehen.
Während ihres Praktikums bei Esmark lernten Katja, Irma, Selina und Michael den Betrieb kennen und beobachteten, wie Kundengespräche bei der Hausvermietung ablaufen.
Zudem haben sie interne Aufgaben übernommen, wie das Beantworten von E-Mails und das Tätigen von Rückrufen. Zusätzlich haben sie Häuser besichtigt und Fotos für die Social-Media-Kanäle des Betriebs gemacht.
Während ihres Praktikums bei Sport24 hat Sahra das Team tatkräftig unterstützt. Sie war unter anderem dafür zuständig, Socken und andere Waren in den Regalen aufzufüllen und für Ordnung im Verkaufsraum zu sorgen. Zudem half sie aktiv beim Umzug von einem alten Standort in eine neue Filiale, indem sie Waren transportierte und anschließend wieder einräumte. Darüber hinaus brachte sie Warensicherungen an Kleidung an, um Diebstahl vorzubeugen.
Unterschiede zu Deutschland
Das dänische Schulsystem ist lockerer: Es gibt etwa 25 Unterrichtsstunden pro Woche, eine Du-Kultur und viele Schüler haben Nebenjobs. Fahrstunden können während der Schulzeit stattfinden. Schulen werden eher von Managern anstelle von Rektoren geleitet.
Fazit
Der Aufenthalt war eine wertvolle Erfahrung. Wir konnten unsere Englischkenntnisse deutlich verbessern und gewannen Einblicke in ein anderes Bildungs- und Arbeitssystem.




